Da sind wir wieder

Hach. Endlich wieder meine Zeit. Mein Biorhythmus atmet auf. Ich bin morgens, dank der Zeitumstellung, weniger müde. Wenn ich los fahre ist es heller. Ja, klar, es ist abends früher dunkel. Hätten wir die ewige Sommerzeit, wäre es fast bis zum Mittag dunkel. Nein danke. Die ersten 10 Jahre meines Lebens bin ich ohne Zeitumstellung aufgewachsen und ich kann euch versichern, wir haben im Sommer auch ewig draußen gesessen und gespielt. Wenn es tatsächlich zu einer ewigen Sommerzeit kommt, muss ich mir was überlegen. Und anscheinend bin ich damit nicht alleine. Nicht umsonst wurde das in Russland nach 4 Jahren wieder abgeschafft. Dramatischer Anstieg von Depressionen und Schlafstörungen. Warum nach so einem Versuchsballon ein anderes Land den selben blöden Fehler machen muss, bleibt mir ein Rätsel. Wir werden sehen…

Die letzten beiden Wochen hab ich als unglaublich anstrengend empfunden. Die ganze Zeit mit latenten Halsschmerzen gesegnet (immer wieder mit Manukahonig im Zaum gehalten und am nächsten Tag wieder da), Strohwitwe, hab ich tagelang mit der Steuer zugebracht, Geburtstagsvorbereitungen für das kleine Kind gewuppt und die Verwandtschaft bekocht, Unterricht gegeben, auf der Arbeit ist mir vor lauter Terminen täglich der Kopf geplatzt. 2 Podcast aufgezeichnet, ein Konzept geschrieben, die Kinder zum Sport, Arzt, spielen kutschiert, die Katze in einer schweißtreibenden Aktion gefangen, eingesperrt und zum Tierarzt gefahren, einen Kindergeburtstag organisiert, die HMMIs ausgeschrieben, am Anfang meines Buches gefeilt (macht euch keine Hoffnungen, es ist der 382829 Versuch). Ehrlich, gestern war mein 1. freier Tag und der war sooo dringend nötig, das kann ich gar nicht beschreiben. Davon könnte ich mehr gebrauchen allerdings muss ich mich noch bis Weihnachten gedulden.

Bis auf die Steuer und den Tierarztbesuch hat alles andere ziemlich viel Spaß gemacht. Sonst wäre das auch nicht zum aushalten.

Und obwohl das Jahr sich mit riesigen Schritten dem Ende zuneigt, gibt es noch total viele Sachen auf die ich mich so freue:

Das kommende Wochenende in Brandenburg bei meiner Freundin Schlüpper-Sabine. Ich darf über Hausmittel für Hunde, Schlagfertigkeit für Hundehalter und den Hund als Haushaltshelfer referieren. Dann ist es auch schon bald wieder so weit, im Ruhrpott (meiner 2. Heimat) zum Thema Großgruppen zu sprechen und gemeinsam mit Hanna Kolleginnen im Mantrailingtrainer Modul 1 anzuleiten. Dann werde ich auch noch einen Podcast aufzeichnen und mit Pia neue Pläne schmieden. Das wird spannend. Ein Vortrag „Wie lernt mein Hund“ in unserem Stammlokal steht auch noch aus.

Es folgt die legendäre Hundeschulweihnachtsfeier *yiepieh*, dicht gefolgt von einem Currywurst-Abschiedsessen mit lieben Kunden/Freunden. Dann habe ich noch eine eigene Fortbildung, was wie Urlaub sein wird, weil ich nur sitzen, beobachten und zuhören werde. Zum Schluss krönt ein Auftritt mit einem Teil meiner Dogdancegruppe auf dem Weihnachtsmarkt mein Jahr (Notiz an mich selber: Aaaaaaalter, mach die Choreo fertig!!!). Und Zack, ist Weihnachten. Na ja nicht ganz, denn im Grunde war das nur der Hundekram. Es kommen noch diverse schulische Veranstaltungen und Feiern auf der Arbeit dazu. Ich gehe mit der Besten aller Terminfeen essen, werde mit den Kindern den Weihnachtsmarkt besuchen, mit dem Anmichrangetrauten Eggnog brauen und Kekse backen. Meiner Mutter die Weihnachtszeit, in der das Alleine sein besonders schwer ist, versüßen und die letzten Geschenke besorgen.

Ich werde verfroren vor dem Ofen bibbern (die Halle ist ein Eisschrank), Bücher lesen, Hörbücher hören, Filme gucken. Ich werden backen, kochen, dörren und slowcooken 😊. Ich werde die Katzen clickern, verfluchen, schmusen und sie suchen. Ich werden mir ausmalen, wie wohl mein neuer Hund sein wird, woher er kommt, wie er aussieht und wo ich ihn finde (nein, vielen Dank, aber nein, ich schaffe das ganz alleine. Das ist eine sehr persönliche und für lange-Zeit-Entscheidung, die ich mit niemand anderem treffe als mit dem Anmichrangetrauten).

Und auf all das freue ich mich unglaublich. Das pralle, anstrengende, fröhliche und lebendige Leben an dem ich teilhaben darf. Mit allen Ecken und Kanten, ungeplanten Katastrophen, dem Termindruck und der Lässigkeit. Den fröhlichen neuen Begegnungen, dem Austausch, dem Lernen und Lehren, Wiedersehen und Abschied nehmen. Hurra, genau so hab ich es gern, so kann es bleiben.

In diesem Sinne (lasst uns schnell schlafen gehen) bis die Tage, Druckma 👋🏻

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